{"id":10771,"date":"2019-09-23T09:12:07","date_gmt":"2019-09-23T07:12:07","guid":{"rendered":"http:\/\/www.x-v-x.de\/blog\/?p=10771"},"modified":"2019-09-23T09:12:07","modified_gmt":"2019-09-23T07:12:07","slug":"bibliotheken-an-unis-drei-wuensche-an-wissenschaftlerinnen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.x-v-x.de\/blog\/?p=10771","title":{"rendered":"Bibliotheken an Unis: Drei W\u00fcnsche an Wissenschaftler:innen"},"content":{"rendered":"<p>Im Newsletter 2\/2017 des <a href=\"http:\/\/deutscher-germanistenverband.de\/\">Deutschen Germanistenverbands<\/a> gab es Ende 2017 einen Diskussionsaufruf zum Thema Bibliotheken, angesto\u00dfen von <a href=\"https:\/\/www.uni-saarland.de\/lehrstuhl\/miedema\/leitung.html\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\">Nine Miedema<\/a>, der Vorsitzenden der Gesellschaft f\u00fcr Hochschulgermanistik im Deutschen Germanistenverband:<\/p>\n<blockquote><p><strong>Aufruf zur Mitarbeit: Was bedeuten Ihnen Bibliotheken?<\/strong><br \/>\nMit der Digitalisierung zentraler Medienbest\u00e4nde geht eine rasante Ver\u00e4nderung der Bibliothekslandschaft einher \u2013 vielerorts haben kleinere \u00f6ffentliche Bibliotheken es schwer, ihre Existenzberechtigung zu verteidigen, und immer \u00f6fter wird die Meinung ge\u00e4u\u00dfert, dass die klassischen, mit B\u00fcchern, Computerarbeitspl\u00e4tzen und Auskunftspersonal best\u00fcckten Stadt-, Instituts- und Universit\u00e4tsbibliotheken bereits in wenigen Jahrzehnten nicht mehr gebraucht w\u00fcrden.<br \/>\n[\u2026]<br \/>\nSchreiben Sie uns: Was bedeuten Ihnen Bibliotheken? Wie nutzen und erleben Sie Bibliotheken? Geh\u00f6ren Sie zu den B\u00fccherw\u00fcrmern oder zu den E-Reader-Fans? Wie stellen Sie sich die ideale Bibliothek der Zukunft vor? Welche guten oder schlechten Erinnerungen haben Sie an Bibliotheksbesuche?<\/p><\/blockquote>\n<p>Ich habe die Gelegenheit genutzt und drei W\u00fcnsche eingereicht, die im Newsletter 2\/2018 ver\u00f6ffentlicht wurden.<br \/>\nEs gab keinerlei R\u00fcckmeldung dazu, und in der folgenden Newsletter-Ausgabe gab es keinen weiteren Beitrag zum Thema.<br \/>\nDaher poste ich meine W\u00fcnsche auch mal hier. Vielleicht ergibt sich ja doch noch eine kleine Diskussion \u2013 ich w\u00fcrde mich freuen!<\/p>\n<blockquote><p>Als Sprachwissenschaftlerin und wissenschaftliche Bibliothekarin sehe ich Bibliotheken, wie meine Kollegin Rebecca Anna im letzten Newsletter [= DGV-Newsletter 1\/2018, V.V.], aus zwei Perspektiven.<br \/>\nAn der Westf\u00e4lischen Wilhelms-Universit\u00e4t M\u00fcnster bin ich verantwortlich f\u00fcr die Bibliotheken der philologischen Institute \u2013 unter anderem f\u00fcr die von Nine Miedema im Newsletter 2\/2017 genannte Institutsbibliothek der M\u00fcnsteraner Germanistik \ud83d\ude42 \u2013 sowie f\u00fcr die entsprechenden Fachreferate der Universit\u00e4ts- und Landesbibliothek.<br \/>\nDem Aufruf von Rebecca Anna zur gemeinsamen Weiterentwicklung unserer Bibliotheken kann ich mich \u201avollumf\u00e4nglich anschlie\u00dfen\u2018, wie man so sch\u00f6n sagt.<br \/>\nIch m\u00f6chte drei W\u00fcnsche erg\u00e4nzen. Sie sind durch meine Sicht aus einem zweischichtigen Bibliothekssystem gepr\u00e4gt, aber in ihren Grundz\u00fcgen auf alle Bibliothekstypen anwendbar.<\/p>\n<p><strong>1. Machen Sie sich gemeinsam Gedanken \u00fcber den Bestand Ihrer Bibliothek. <\/strong><br \/>\nIn vielen Instituten sind die Erwerbungsetats auf die Lehrst\u00fchle aufgeteilt, und nat\u00fcrlich konzentriert sich ein Lehrstuhl auf die f\u00fcr die spezifische Lehre und Forschung relevante Literatur.<br \/>\nDas Fach ist aber mehr als die Summe aller Lehrst\u00fchle, und so kann es passieren, dass themen\u00fcbergreifende Neuerscheinungen oder Grundlagenwerke durchs Raster fallen.<br \/>\nSich dar\u00fcber Gedanken zu machen, kostet nicht nur Geld f\u00fcr weitere Erwerbungen, sondern vor allem Zeit, die kaum ein(e) WissenschaftlerIn hat. Dennoch lohnt es sich, diese Zeit zu investieren: f\u00fcr einen gut sortierten Bestand, der die aktuellen Bedarfe aller NutzerInnen abdeckt, aber auch jenseits von Lekt\u00fcrelisten und Standardwerken zum Entdecken einl\u00e4dt.<\/p>\n<p><strong>2. Trauen Sie sich, loszulassen.<\/strong><br \/>\nBestandspflege \u2013 oder neudeutsch: \u201aBestandsmanagement\u2018 \u2013 bedeutet nicht nur \u201aneue B\u00fccher kaufen\u2018.<br \/>\nJede Bibliothek verf\u00fcgt nur \u00fcber beschr\u00e4nkten physischen Platz. Der sollte f\u00fcr einen m\u00f6glichst gut zu den Anforderungen der jeweiligen Einrichtung passenden Bestand \u2013 siehe 1. \u2013 genutzt werden. Das bedeutet zum Beispiel: Nicht alles, was einmal in den Bestand aufgenommen wurde, muss auf ewig dort bleiben. Oder: Nicht alles, was in anderen Bibliotheken in der N\u00e4he steht, muss auch noch einmal in der eigenen Bibliothek stehen.<br \/>\nAn vielen Unis gibt es nicht nur eine zentrale, sondern viele gro\u00dfe und kleine Bibliotheken, die als Netzwerk gedacht werden sollten. Vielleicht k\u00f6nnte man den wertvollen Platz in der eigenen Bibliothek besser f\u00fcr B\u00fccher nutzen, die es in diesem Netzwerk noch gar nicht gibt, anstatt ihn mit B\u00fccher zu belegen, die es schon in f\u00fcnf anderen Bibliotheken im Umkreis von wenigen hundert Metern gibt? <\/p>\n<p><strong>3. Fragen Sie uns.<\/strong><br \/>\nWir k\u00f6nnen nicht nur B\u00fccher ins Regal stellen, wir k\u00f6nnen Sie mit vielen Informationen versorgen, die Sie f\u00fcr Studium, Lehre und Forschung ben\u00f6tigen. Das sind neben nach wie vor gedruckten und immer mehr elektronischen B\u00fcchern und Zeitschriften sowie Datenbanken auch Tipps und Tricks zu Forschungsdaten, Digitalisierung oder Open Access, zu Netzwerken, Software und vielem anderem mehr.<br \/>\nFalls Sie Ihre(n) Fachreferent:in Ihrer Uni-Bibliothek noch nicht kennen \u2013 nehmen Sie doch einfach mal Kontakt auf!<\/p><\/blockquote>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Newsletter 2\/2017 des Deutschen Germanistenverbands gab es Ende 2017 einen Diskussionsaufruf zum Thema Bibliotheken, angesto\u00dfen von Nine Miedema, der Vorsitzenden der Gesellschaft f\u00fcr Hochschulgermanistik im Deutschen Germanistenverband: Aufruf zur Mitarbeit: Was bedeuten Ihnen Bibliotheken? 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