{"id":936,"date":"2006-12-20T09:38:39","date_gmt":"2006-12-20T08:38:39","guid":{"rendered":"http:\/\/www.x-v-x.de\/blog\/?p=936"},"modified":"2006-12-20T09:38:39","modified_gmt":"2006-12-20T08:38:39","slug":"borkum-2006-bericht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.x-v-x.de\/blog\/?p=936","title":{"rendered":"borkum 2006 &#8211; bericht"},"content":{"rendered":"<p>so, damit ich die entsprechenden seiten im notizbuch abhaken kann, hier der vollst\u00e4ndigkeit der sammlung halber noch der reisebericht der <a href=\"https:\/\/www.x-v-x.de\/blog\/?p=865\">borkum-fahrt<\/a>. \ud83d\ude42<\/p>\n<p><!--more--><br \/>\n<strong>samstag<\/strong><\/p>\n<li>das ganze f\u00e4ngt schon verd\u00e4chtig anstrengend an: mit sack &#038; pack zu fu\u00df zur musikschule, da philip den smart hat, da dennis den touran brauchte. eine lange strecke, von aegidii aus, und ich schussel hab extra *nicht* den rollkoffer genommen, weil der zu gro\u00df war &#8230;<\/li>\n<li>unsere albachtener schlagzeuger sind ja manchmal schon relativ schlunzig. aber da\u00df schlagzeug-sachen komplett einzeln zum bus getragen werden, hab ich auch noch nicht gesehen. montierte becken (f\u00fcr die es keine taschen gibt), einzelne sticks, noch an nem st\u00e4nder h\u00e4ngende triangel, snare aufm st\u00e4nder &#8230; *kopfsch\u00fcttel*<\/li>\n<li>die busfahrt verl\u00e4uft glatt, wir sind um viertel nach 3 im emdener au\u00dfenhafen &#8211; nur f\u00e4hrt die f\u00e4hre erst um viertel vor 5. also sitzen wir im wartebereich und warten.<\/li>\n<li>allein an der riesigen autof\u00e4hre kann man schon absch\u00e4tzen, wie gro\u00df borkum ist. und weit weg ist es auch: zweieinviertel stunden fahrt; mit verz\u00f6gerung bei der abfahrt \u00fcber zweieinhalb.<\/li>\n<li>zwischendurch gehe ich rauf aufs oberdeck. es ist sehr windig, aber dank klarer sicht hat man eine sch\u00f6ne aussicht auf die beleuchteten k\u00fcstenbereiche und den vollmond mit fast schon kitschiger spiegelung im wasser. \ud83d\ude42 ich bin gespannt, ob die fotos davon was werden.<\/li>\n<li>um halb 8 sind wir mit alle mann und gep\u00e4ck im borkumer hafen. zu fu\u00df tapern wir durchs dunkel zur jugendherberge, und jetzt wei\u00df ich auch, warum man munkelte, es sei die gr\u00f6\u00dfte jugendherberge europas: bei einem ehemaligen kasernengel\u00e4nde nicht wirklich schwierig. esen in einem haus, schlafen in einem anderen, und proben wieder ganz wo anders. naja, so kommt man zwischendurch wenigstens an die frische luft.<\/li>\n<li>erstmal gehts mit allem kram ins speisehaus, essenfassen. klotzfisch. f\u00fcr den n\u00e4chsten tag wird h\u00fchnerfrikassee angek\u00fcndigt &#8211; ich mutiere spontan zum vegetarier, wenn auch bei der abfrage noch nicht bekannt ist, was das vegetarische gericht sein wird. aber schlimmer als h\u00fchnerfrikassee kann es nicht sein.<\/li>\n<li>danach die klamotten auf die zimmer bringen und r\u00fcber zum probengeb\u00e4ude. da f\u00fcr die abendprobe mozart angesagt ist, haben inger, meinen oboen-kollegin, und ich spielfrei. ich spiele aufm zimmer noch ein paar mal die rossini-solostellen durch (die nachwievor nicht alle klappen) und packe mich dann mit was zu lesen aufs bett.<\/li>\n<li>in einem anfall von pflichtbewu\u00dftsein hab ich mir nur ein <a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/Language-Mind-Culture-Practical-Introduction\/dp\/0195187202\/\" target=\"_blank\">uni-buch<\/a> und keine triviallekt\u00fcre eingepackt. naja, so hat das wochenende ja vielleicht auch noch etwas nicht-musikalischen n\u00e4hrwert.<\/li>\n<li>dummerweise hab ich meinen handy-kopfh\u00f6rer vergessen, daher gibts keine hintergrund-musik. (man kann das radio nur auf lautsprecher stellen, wenn der kopfh\u00f6rer eingest\u00f6pselt ist. etwas unpraktisch.) aber auf so probenwochenenden ist abends aufm flur ja auch so immer genug krach. \ud83d\ude42<\/li>\n<li>irgenwann kletter ich nochmal aus dem bett, zwecks z\u00e4hneputzen, und d\u00e4mmer dann irgendwann weg. irgendwann kommt inger aufs zimmer, und danach irgendwann singt eine muntere truppe auf dem flur noch allemeineentchen in moll, und dann meldet sich auch schon irgendwann der handy-wecker.<\/li>\n<p><strong>samstag<\/strong><\/p>\n<li>um zehn vor 8 ausm bett und erstmal auf die freigabe des badezimmers warten. gut, da\u00df ich kein morgens-duscher bin. bei solchen veranstaltungen und 6-8 leuten (und vor allem m\u00e4dels) pro bad kann man da eigentlich nicht fr\u00fch genug aufstehen. aber warum die leut f\u00fcrs z\u00e4hneputzen die t\u00fcr abschlie\u00dfen m\u00fcssen &#8230;<\/li>\n<li>fr\u00fchst\u00fcck, und um 9 gehts mit probe los. nagut, viertel nach 9. \ud83d\ude42<\/li>\n<li>mittagessen um kurz nach 12. die vegetarisch-alternative zum h\u00fchnerfrikassee ist nicht wirklich identifizierbar. erinnert entfernt an einen k\u00f6nigsberger klopps und schmeckt, \u00f6hm, essbar. aber nachtisch-vanillepudding ist lecker.<\/li>\n<li>ich hatte in meiner naivit\u00e4t gedacht, da\u00df die inselbahn, die den hafenbereich, an dem auch die jugendherberge liegt, und den ort verbindet, einmel in der stunde oder so f\u00e4hrt. dem ist aber nicht so, und busse fahren auch nicht wirklich oft, und daher kann man die zwei stunden mittagspause leider auch nicht f\u00fcr eine tour in den ort nutzen.<br \/>\nstattdessen tapern wir mit ein paar leuten richtung &#8222;strand&#8220;: eine art geteerte d\u00fcne, die weitl\u00e4ufig um die jugendherberge herumf\u00fchrt. nicht wirklich romantisch, aber da ebbe ist, k\u00f6nnen die m\u00e4dels wenigstens nach muscheln gucken. eigentlich h\u00e4tte man sch\u00f6n bis zum hafen weiterlaufen k\u00f6nnen, aber der wind und der immer wieder einsetzende regen machen das zu ungem\u00fctlich.<\/li>\n<li>ich setze mich aufs zimmer vor die heizung, damit die jeans wieder trocknet, und da mein buch im abgeschlossenen probenraum liegt, inspiziere ich die auf meinem handy vorhandenen spiele. da gibt es aber nur ein nicht so tolles autofahrdings. daher mache ich einen auf cool und lade mir ein spiel von t-online herunter. endlich wieder tetris spielen! \ud83d\ude42<\/li>\n<li>auf dem weg zur probe will ich mir im speisesaal noch einen tee holen. ich hab auch 20 cent klein &#8211; aber die teebeutel sind eingeschlossen. in manchen situationen haben es kaffeetrinker doch einfacher &#8230;<\/li>\n<li>nachmittags gibts zweieinhalb stunden registerproben. f\u00fcr uns hei\u00dft das glanert mit rademacher und rossini &#038; elgar mit tan. die ersten stellen des rossini-solos klappen jetzt halbwegs, aber f\u00fcr das jeweils erste drittel der beiden stellen auf der letzten seite bin ich offensichtlich zu doof. hrmpf.<\/li>\n<li>nach dem abendessen noch mal zweieinviertel stunden tutti-probe, und ich glaube, da\u00df die sachen auch wirklich etwas besser geworden sind. zum schlu\u00df bin ich aber v\u00f6llig platt. w\u00e4r ich men bei fl\u00f6te geblieben &#8230; \ud83d\ude42<\/li>\n<li>ich ziehe mir am automaten noch eine tafel schokolade, unterhalte mich auf dem flur noch mit ein paar leuten, dann geh ich duschen [endlich ist das badezimmer frei :)] und packe mich mit buch und rittersport aufs bett.<\/li>\n<p><strong>sonntag<\/strong><\/p>\n<li>geplant ist: 7.45 wecken, 8.15 fr\u00fchst\u00fcck, 8.45 proberaum, 9.00 start, damit wir um 11.30 p\u00fcnktlich schlu\u00df machen, aufr\u00e4umen, mittagessen und mit alle mann den 12.30-bus in den ort erwischen k\u00f6nnen &#8211; und wider erwarten klappt das auch alles. knapp, aber es pa\u00dft. \ud83d\ude42<\/li>\n<li>des gestrige samstag macht sich deutlich bemerkbar: in der innenseite der oberlippe hats deutliche abdr\u00fccke der schneidez\u00e4hne. viel l\u00e4nger als 11.30 h\u00e4tte ich es auch wohl nicht mehr geschafft. \ud83d\ude42<\/li>\n<li>mittags dann also in den ort &#8211; und ich wei\u00df jetzt, da\u00df ich nicht nochmal nach borkum mu\u00df. okay, ein paar restsch\u00e4den vom sturm, der eine woche vor uns da war, waren noch sichtbar, aber auch ohne das gef\u00e4llt mir zumindest der teil des ortes, den wir gesehen haben, nicht sonderlich. am ende der &#8222;einkaufsstra\u00dfe&#8220; stehen z.b. coerde-\u00e4hliche hochh\u00e4user. und was mich am meisten &#8222;st\u00f6rt&#8220;: ich habe \u00fcberhaupt nicht das gef\u00fchl, auf einer insel zu sein. man sieht zwar abundzu meer, aber das k\u00f6nnte auch an der festland-k\u00fcste sein. borkum ist mir irgendwie zu gro\u00df. mu\u00df daran liegen, da\u00df ich bislang nur baltrum kenne. (von den klassenfahrten nach norderney und langeoog wei\u00df ich so gut wie nichts mehr.) das f\u00e4ngt schon mit der f\u00e4hre und der fahrzeit an und h\u00f6rt mit der langen strecke zwischen hafen und ort noch nicht auf.<br \/>\nnee, nee, ich bleib bei baltrum. \ud83d\ude42<\/li>\n<li>nachmittags dann zum hafen. warten auf die versp\u00e4tete f\u00e4hre. f\u00e4hre sehr voll (da halt sonntag abend), daher f\u00e4hre unter deck sehr warm und stickig. auf deck ist es zwar sehr windig und daher ziemlich kalt, aber dennoch ist ein gro\u00dfer teil des orchesters fast die ganze fahrt oben.<\/li>\n<li>mit dem bus nach m\u00fcnster, zu fu\u00df mit sack&#038;pack von der musikschule aus nach hause, weil philip mit dem rest des clans zwecks essen &#8211; und trinken \ud83d\ude42 &#8211; im birkenweg ist. eben die sachen aus der tasche werfen, in den birkenweg r\u00fcber, wo ich noch was zu essen kriege und wo man noch viel zu lange zusammenhockt, dann irgendwann gegen 1 nach albachten &#8211; ich hab am folgenden montagmorgen die augen nicht wirklich gut aufgekriegt &#8230; \ud83d\ude42<\/li>\n<p>alles in allem war es eine sch\u00f6ne tour, wenn auch das fahrtziel borkum f\u00fcr ein so kurzes wochenende sicherlich zu weit ist. spieltechnisch sind wir ein st\u00fcck weitergekommen, und auch f\u00fcr die orchestergemeinschaft war&#8217;s gut. gerade unter den bl\u00e4sern ist man sich etwas n\u00e4her gekommen, und ich f\u00fchle mich nicht mehr ganz so als eigentlich-viel-zu-alt-aushilfe. \ud83d\ude42<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>so, damit ich die entsprechenden seiten im notizbuch abhaken kann, hier der vollst\u00e4ndigkeit der sammlung halber noch der reisebericht der borkum-fahrt. \ud83d\ude42<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4,20],"tags":[],"class_list":["post-936","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-musik","category-on-tour"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.x-v-x.de\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/936","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.x-v-x.de\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.x-v-x.de\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.x-v-x.de\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.x-v-x.de\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=936"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.x-v-x.de\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/936\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.x-v-x.de\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=936"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.x-v-x.de\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=936"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.x-v-x.de\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=936"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}