bookmark_bordergilt nicht nur für klassifikationen.

Let us not forget that with the best efforts we shall not produce anything flawless; that, as all men discover in time, the road to usefulness and success in the world of practical action is through wise compromise.

in: lyster, t. w. (1897): „notes on shelf-classification by the dewey system“. in: the library s1-9.1:329-339. hier: 339. [auch online verfügbar unter ‹http://library.oxfordjournals.org/content/s1-9/1/329›.]

bookmark_bordereine tonart für jeden tag.

um die angesichts der nächsten konzerte benötigte kondition aufzubauen, habe ich mir zur motivation einen band mit „täglichen grundübungen“ gekauft.
sie sind zwar für oboe konzipiert, aber meinermeinungnach auch für alle möglichen anderen blasinstrumente geeignet.
was bahnbrechend neues steht nicht drin, aber wenn man die altbekannten übungen schwarz auf weiß vor sich hat, ist es einfacher, mit sich selbst auszumachen, sich da von links nach rechts durchzufräsen.

natürlich fängt es ganz klassisch mit tonleiterübungen an; 6 varianten rauf runter rauf. notiert sind sie in C-dur, zu üben sind sie in allen tonarten. und damit man keine wertvolle zeit damit verplempert, sich eine hübsche tonart auszudenken (und dann vermutlich doch immer bei den guten alten bekannten landen würde), gibt es auch einen vorschlag für eine tonartenmonatsverteilung.
für den fall, daß jemand noch eine tonart für’s üben benötigt, gebe ich sie hier mal wieder. währenddessen denke ich heimlich schonmal darüber nach, wie gis-moll überhaupt aussieht. das steht nämlich für morgen auf dem plan. 🙂

1. G   9. E   17. G   25. H  
2. Des   10. Ges   18. B   26. d  
3. f   11. a   19. cis   27. fis  
4. b   12. e   20. Es   28. A  
5. D   13. F   21. A   29. F  
6. Es   14. As   22. c   30. a  
7. g   15. h   23. es   31. As  
8. gis   16. D   24. Ges        

bookmark_borderquod sis, esse velis nihilque malis!

im kapitel „identität“ des netten buches „die sau im porzellanladen: 77 neue wortgeschichten“ habe ich ein schönes zitat und damit den hinweis auf ein schönes epigramm von martial entdeckt.

was das leben glücklicher macht: … daß Du, was Du bist, sein willst, und nichts lieber.

da ist sehr viel wahres dran.

das epigramm „X, 47“ im ganzen findet sich z.B. hier oder hier oder hier.

vitam quae faciant beatiorem,
iucundissime martialis, haec sunt:
res non parta labore, sed relicta;
non ingratus ager, focus perennis;
lis numquam, toga rara, mens quieta;
vires ingenuae, salubre corpus;
prudens simplicitas, pares amici;
convictus facilis, sine arte mensa;
nox non ebria, sed soluta curis;
non tristis torus, et tamen pudicus;
somnus, qui faciat breves tenebras:
quod sis, esse velis nihilque malis;
summum nec metuas diem nec optes.

dies sind die dinge, die das leben glücklicher machen, angenehmster martial: ein nicht durch arbeit geschaffenes, sondern zurückgelassenes vermögen; ein recht ergiebiger acker, ein dauernder herd; niemals rechtsstreit, eine seltene toga, ein ruhiger verstand; angeborene kräfte, ein gesunder körper; kluge einfachheit, gleiche freunde; freundliche gesellschaft, ein tisch ohne kunst; eine nacht ohne rausch, aber gelöst von sorge; kein prüdes kissen und dennoch ehrbar; ein schlaf, der die dunkelheit kurz macht; was du bist, willst du sein und du willst nichts lieber; du mögest den todestag weder fürchten noch wünschen.

bookmark_border„music matters.“

gestern abend hat philip auf einsfestival eine dokumentation zu leonard bernstein entdeckt – eine sehr schöne sendung.

eine seiner töchter erzählte u.a., daß seine arbeit auf zwei grundsätzen basierte:

1. music is fun.
2. music matters.

ich glaube, kompakter kann man es nicht sagen.

p.s.: die sendung wird am 15.9. nochmal wiederholt, allerdings zu nachtschlafender zeit.

bookmark_borderschöne zitate. folge 239819.

gestern abend gefunden:*


知っているに越したことはない

shitte iru ni koshita koto wa nai
nothing exceeds knowledge.

*in: hidasai, judit (2008): „cultural messages of metaphors“. in: berendt, erich a. (hrsg.): metaphors for leaning. cross-cultural perspectives. amsterdam/philadelphia: benjamins. (= human cognitive processing (hcp). 22.) 103-122, hier: 114.

bookmark_border„kaufen!“ heute: buch.

vor einigen tagen gabs im fontblog den hinweis auf dieses buch von sylvain mazas:

buch von sylvain mazas
(abbildung von den seiten des mückenschwein-verlags)

das erste kapitel, das man sich online ansehen kann, hat mich direkt überzeugt, das buch – das nur 5? kostet! – zu kaufen. (und da in den kommentaren des fontblog-eintrags verraten wurde, daß ab 4 exemplaren das porto entfällt, hab ich gleich vier gekauft. eins wird papa am samstag zum geburtstag bekommen, und für die anderen beiden weiß ich auch schon mögliche empfänger.)

um es kurz zu machen: ein sehr, sehr schönes (und stellenweise auch sehr, sehr lustiges) buch.
kaufen, lesen, freuen!

bookmark_borderwohl wahr. folge 383271.

wissenschaftliche auseinandersetzungen müssen nicht nur als krieg gesehen werden – alles ändert sich, wenn wir sie als tanz sehen.

aus: buchholz, michael b. (2003): „vorwort“. in: lakoff, george/johnson, mark [1980]: leben in metaphern. konstruktion und gebrauch von sprachbildern. dritte aufl. heidelberg: carl auer 2003. s. 7-10. hier: s. 8.