Kategorie-Archiv: science

#podcasts

dieser post von haeme ulrich hat mich auf die idee gebracht, dass ich die liste der podcasts, die ich abonniert habe, auch mal bloggen könnte. so here we go. und genau wie haeme freue ich mich über hinweise auf weitere spannende sendungen in den kommentaren! 🙂
die liste ist alphabetisch nach name sortiert; somit gehen die themen bunt durcheinander.

The Allusionist
http://www.theallusionist.org/

angesprochen
http://www.linguistik.uzh.ch/easyling/podcast.html

Arabesques | radio france
https://www.francemusique.fr/emissions/arabesques

Art Detective
http://www.historyhit.com/podcasts/the-art-detective/
https://www.acast.com/artdetective/

BBC Discovery
http://www.bbc.co.uk/programmes/p002w557

BBC The Documentary
http://www.bbc.co.uk/programmes/p02nq0lx

BBC The History Hour
http://www.bbc.co.uk/programmes/p016tmg1

BBC In Our Time: Culture
http://www.bbc.co.uk/programmes/p01drwny

BBC In Our Time: History
http://www.bbc.co.uk/programmes/p01dh5yg

BBC In Our Time: Science
http://www.bbc.co.uk/programmes/p01gyd7j

BBC Great Lives
http://www.bbc.co.uk/programmes/b006qxsb

BBC Radio 4 Choice
http://www.bbc.co.uk/programmes/p02pc9qx

BBC Science in Action
http://www.bbc.co.uk/programmes/p002vsnb

Belles Lettres
http://www.belleslettres.eu/

Canal Académie
http://www.canalacademie.com/

Dewey Decibel Podcast | American Libraries
https://americanlibrariesmagazine.org/blogs/the-scoop/dewey-decibel-podcast-preservation-week/
https://soundcloud.com/dewey-decibel-703453552

DZB-Podcast
https://www.dzb.de/podcast

Eine Stunde History | DRadio Wissen
http://dradiowissen.de/podcasts/download/eine-stunde-history

Das geheime Kabinett: Schräge Geschichten aus der Geschichte
http://kabinett.hadar.uberspace.de/

hr-iNFO Wissenswert
https://www.hr-inforadio.de/podcast/wissen/

hr-INFO Kulturlust
https://www.hr-inforadio.de/podcast/kulturlust/

IQ – Wissenschaft und Forschung | Bayern 2
http://www.br.de/radio/bayern2/wissen/iq-wissenschaft-und-forschung/

Kalenderblatt | Deutsche Welle
http://www.kalenderblatt.de/

Librarians with Lives
https://librarianswithlives.wordpress.com/
https://soundcloud.com/joanna-wood-952735673

lingthusiasm
http://lingthusiasm.com/

podcampus: Podcasting für Hochschulen
http://www.podcampus.de/nodes

radioWissen | Bayern 2
http://www.br.de/radio/bayern2/wissen/radiowissen/

RendezVous Chanson | SR 2
http://www.sr.de/sr/sr2/sendungen_a-z/uebersicht/rendezvous_chanson/
diese sendung wird nicht als podcast bereitgestellt; ich nehme sie mit dem RadioRecoder auf

Sozusagen! | Bayern 2
http://www.br.de/radio/bayern2/kultur/sozusagen/

Stichwort – Lexikon der Alten Musik | BR Klassik
https://www.br.de/mediathek/podcast/stichwort-lexikon-der-alten-musik/618

SWR-Archivradio
http://www.swr.de/swr2/wissen/archivradio/-/id=13941754/2vq58j/

SWR2 Wissen
http://www.swr.de/swr2/wissen/

SWR2 1000 Antworten
http://www.swr.de/blog/1000Antworten/

Tiemanns Wortgeflecht | WDR 5
https://www1.wdr.de/mediathek/audio/wdr5/quarks/tiemanns-wortgeflecht/

WDR 2 Zugabe Pur
https://www1.wdr.de/mediathek/audio/wdr2/wdr2-zugabe/zugabe-podcast-100.html

WDR 5 Erlebte Geschichten
http://www1.wdr.de/radio/wdr5/sendungen/erlebtegeschichten/

WDR 5 ZeitZeichen
http://www1.wdr.de/radio/wdr5/sendungen/uebersicht-zeitzeichen100.html

Zeit für Wissenschaft (ZfW), Uni Innsbruck
https://www.uibk.ac.at/podcast/zeit/

mein hörnchen

als ich früherTM seminare und schulungen zum wissenschaftlichen arbeiten oder zur literaturrecherche gegeben habe, hab ich immer gedacht: „man bräuchte ein paar lustige bilder, um die folien etwas aufzupeppen“. so wie mein papa früher in seinen dermatologischen vorträgen dias (!) mit mickey mouse & co. einfügte, um das publikum zwischendurch aufzulockern. 🙂

vor allem beim thema literaturrecherche mußte ich dabei immer an ein eichhörnchen denken: das motto „suchen, stöbern, sammeln, sichten“ trifft ja auch auf ihren arbeitsalltag zu, soweit man den als stadtkind mitbekommt. 🙂
da ich leider überhaupt nicht zeichnen kann, habe ich mir in diesem frühjahr ein herz gefaßt und die illustratorin, die das wunderbare buch „an Dich“ gemacht hat, gefragt, ob sie auch auftragsarbeiten und eichhörnchen zeichnet. sie selbst hatte grad keine zeit, aber ihre mitarbeiterin saskia kunze hat sich der idee angenommen und auf basis meiner ideen und kritzeleien ein wunderbares hörnchen entwickelt.

der projektname war ursprünglich „das uni-hörnchen“. aber es ja auch abseits der wissenschaft viel zu tun, zu sammeln und zu sortieren gibt, nenne ich es jetzt einfach „mein hörnchen“. 🙂
die motiv-ideen haben sich an den verschiedenen stationen der literatursuche orientiert, daher stellen wir sie mal in dieser reihenfolge vor:

violas hörchen 1 man bekommt ein thema für ein referat oder für eine hausarbeit. und läuft erstmal ein bißchen aufgeregt und noch ohne großes konzept durch die gegend …
violas hörchen 2 … dann macht man sich nach den ersten erkenntnissen eine liste, mit der literatur, die man besorgen muß …
violas hörnchen 3 … und läuft hin …
violas hörnchen 4 … und her …
violas hoernchen 5 … (münsteraner studis kennen das – stichwort zweischichtiges bibliothekssystem: von einer bibliothek zur nächsten …
violas hörnchen 6 … zwischendurch zur zentralbibliothek, dann wieder in eine institutsbibliothek, in der man schon war, weil es da noch ein weiteres werk gibt …
violas hoernchen 7 … dann zur nächsten institutsbibliothek, und zwischendurch zwei fernleihen aufgeben …
violas hoernchen 8 … bis man einen großen haufen beute beisammen hat.
violas hoernchen 9 der wird dann sorgfältig sortiert …
violas hoernchen 10 … und abends schläft man mit der schönsten nuß im arm völlig fertig ein. 🙂

für meine nächste schulung habe ich also jetzt schönes bebilderungsmaterial. und die oben verlinkte prezi werde ich bei gelegenheit damit auch anreichern. 🙂
nachtrag: es sind noch zwei bilder dazugekommmen:


hoernchen_von-vorne   hoernchen_von-oben_kastanie

🙂

#RSS

… über @jplie an den tweet von @t3n geraten und von @kkugelmann dazu inspiriert worden, auch einen kurzen blogpost über meine rss-feed-nutzung zu schreiben. 🙂
vermutlich fallen mir über die nächsten tage noch ergänzungen ein; trage ich dann nach.
letzte aktualisierung dieses posts: 12.1.2016.

ich bin ein großer fan von RSS-feeds, weil man sich damit problemlos über hunderte von informationsquellen auf dem laufenden halten kann.
wenn ich versuche, anderen das zu erklären, verwende ich meistens das bild einer online-zeitschrift, in der nur inhalte stehen, die mich interessieren, und in der ich jederzeit blättern kann, egal wo ich bin. und ich muß nur das leseprogramm aufrufen und nicht alle x quellen abklappern, um zu erfahren, ob es etwas neues gibt.

informationsquellen sind für mich z.b.:

  • blogs und magazine (neue posts/beiträge)
  • podcasts (neue folgen)
  • comics (neue folgen)
  • foren (neue diskussionsbeiträge)
  • änderungen an websites (z.b. neue einträge auf der startseite eines uni-instituts „meiner“ fächer)
  • fachzeitschriften (neue hefte/artikel)
  • fortbildungsveranstaltungen und tagungen (z.b. via library-training.de)
  • suchanfragen in suchmaschinen und datenbanken (neue ergebnisse)
  • social-bookmark-systeme wie bibsononmy oder delicious (neue einträge zu tags oder von nutzern, die mich interessieren)

facebook-accounts per rss zu verfolgen ist leider mittlerweile kaum noch möglich; twitter-accounts oder -hashtags könnte man per rss verfolgen (z.b. mit twittRSS.me), aber das mache ich per twitter-client und listen.

tools, die ich nutze:

feeds lesen
feedly (desktop & android)
gNewsReader (blackberry)
notiz-apps wie evernote, pocket o.ä. nutze ich in diesem zusammenhang nicht. artikel, die ich später lesen will, schicke ich mir per mail oder setze sie in feedly wieder auf „ungelesen“.
zu backup-zwecken sichere ich ab und an die OPLM-datei.

passwortgeschütze feeds lesen
freemyfeed
outlook

feeds für seiten ohne eigenen feed erstellen lassen
„page2rss“ wurde leider im frühjahr 2016 eingestellt.
die brauchbarste alternative ist für mich deltafeed; es gibt auch rssscrpr, fivefilters oder ChangeDetection.

feeds zusammenführen und/oder filtern
feed.informer
ich nutze zusammengeführte feeds z.b. auf „meinen“ ulb-fachinformationsseiten für aktuelle meldungen und infos aus den fächern (z.b. für sprach- und literaturwissenschaft).
yahoo pipes wurde ende september 2015 leider eingestellt, daher mußte ich einen anderen dienst suchen. feed.informer ist für das, was ich machen will, die bislang beste lösung, die ich gefunden habe.
update 6/2017: es gibt ein neues tool, das die yahoo pipes wieder aufleben lässt: pipes. es ist derzeit noch im anfangsstadium. ich bin momentan mit feed.informer zufrieden, aber ich werde pipes mal im auge behalten. 🙂

feeds aufräumen
der inoreader verfügt über eine statistik, in der unter anderem angezeigt wird, wann es zu einem feed den letzten eintrag gegeben hat.
wenn man einen anderen reader zum lesen verwendet, kann man dort seine OPML-datei exportieren, sie im inoreader auswerten lassen und dann entweder veraltete feeds im lese-reader löschen oder sie in inoreader löschen, die OPML-datei exportieren und im lese-reader importieren. (allerdings gehen dann ggf. die informationen zu ungelesenen feeds verschütt.)

versorgung readerloser menschen
blogtrottr
damit bekommt z.b. meine mama jeden tag das wdr-zeitzeichen in ihr mail-postfach geliefert 🙂

ich habe eine prezi zum thema RSS angelegt. ideen zur ergänzungen und verbesserungen immer gern!

“Erfolgreich recherchieren: Linguistik”

Nach dem Band “Erfolgreich recherchieren: Germanistik” ist nun bei DeGruyter auch der Band zur Linguistik vom gleichen Verfasser erschienen.

Von meinen Anmerkungen zum Germanistik-Band gelten für den Linguistik-Band analog die folgenden Punkte:

  • Bezeichnung der drei Abschnitte
  • Bezeichnung OPACfür den heute „normalen“ elektronischen Bibliothekskatalog
  • Übersetzung von drill-down als „Bohrung“
  • QR-Code zu klein
  • RSS-Feeds erwähnt aber nicht weiter erläutert
  • Open-Access erwähnt aber nicht weiter erläutert
  • Hinweis auf’s Verstehen des Zustandekommens von Trefferlisten
  • Suche in Klassifikationen
  • Goldkörnchen
  • Behandlung der Wikipedia

Ergänzend einige weitere Anmerkungen:

Auch diesem Band wünsche ich, daß er vielen Studierenden sprachwissenschaftlicher Fächer eine Hilfe ist – und daß er regelmäßig überarbeitet und aktualisiert wird.
Wobei zu überlegen wäre, ob, wie eine ULB-Kollegin im Gespräch darüber anmerkte, das gedruckte Buch für Werke dieser Art heutzutage noch die richtige Publikationsform ist.
Aber sie ist auf jeden Fall auch heute noch ein guter Anfang für den Einstieg in das Thema Recherchieren.

„Erfolgreich recherchieren: Germanistik“

Der Verlag De Gruyter hat mir freundlicherweise ein Dozenten-Exemplar des Germanistik-Bandes der neuen Reihe „Erfolgreich recherchieren“ zur Verfügung gestellt.
Zeitlich kommt das ganz passend: Ich habe vor kurzem die ULB-„Fach im Fokus“-Seite zur Germanistik überarbeitet und bin daher grad „drin im Thema“.

Ich will hier keine ausführliche Rezension verfassen, da ich nicht genug andere Ratgeber dieser Art kenne, um Vergleiche anstellen und den DeGruyter-Band in die „Recherche-Ratgeber-Landschaft“ einordnen zu können.
Ein paar Gedanken, die mir während der Lektüre kamen, seien hier aber festgehalten.

  • Die Bezeichnung der drei Abschnitte des Buches, „Basics, Advanced, Informationen weiterverarbeiten“, erscheint mir etwas inhomogen. Was „triadischeres“ fällt mir aber auf die Schnelle auch nicht ein.
  • Ist die Bezeichnung OPAC für Bibliothekskataloge wirklich noch aktuell? Die Abgrenzung Zettelkatalogelektronischer (Online-)Katalog, für die OPAC genutzt wurde, hat sich ja mittlerweile dahin verschoben, daß nicht mehr die elektronische, sondern die analoge Variante markiert wird (Katalog vs. Zettelkatalog).
    Vielleicht rührt mein Empfinden nur daher, daß wir in der ULB Münster schon vor Jahren OPAC durch ULB-Katalog ersetzt haben; ich finde aber, daß OPAC heutzutage ein vermeidbares Akronym ist.
  • Einige Abbildungen (keine Screenshots) (z.B. auf Seite 3 oder Seite 36) zeigen JPG-Artefakte oder andere Unschärfen. Sowas darf in einem Buch des Jahrgangs 2012, das zudem in einem renommierten Verlag erscheint, meiner Meinung nach nicht passieren.
  • Drill-down wird mit ‚Bohrung‘ übersetzt und die Nutzung von Drill-Down-Funktionen als „“Bohrung“ nach den relevantesten Treffern“. Hm. Finde ich nicht ganz überzeugend. Wo ist z.B. das Element down hin? Ich finde Übertragungen wie filtern oder eingrenzen passender.
  • Mich persönlich freut es natürlich, auf Seite 7 einen QR-Code zu entdecken. 🙂 Allerdings ist seine Größe recht knapp bemessen, sodaß nicht alle Reader-Apps ihn auslesen können.
  • Beim Thema Alert-Dienste werden RSS-Feeds zwar erwähnt, aber nicht näher erläutert (auch später im Buch nicht). Da aber RSS-Feeds leider noch nicht zum Allgemeinwissen von Studierenden und Lehrenden gehören, wäre eine kurze Erklärung mit Anwendungsbeispielen sinnvoll gewesen.
  • Den Hinweis auf Dandelon hat mir diese nette Suchmaschine wieder in Erinnerung gerufen, und ich habe sie gleich bei den Linktipps auf meinen Fachinformationsseiten ergänzt. 🙂
  • Bei den bibliographischen Datenbanken hätte ich nicht die MLA als erstes angeführt, sondern sie erst nach BDSL, BLL(DB) und Gemanistik (Online) gesetzt. Aber das ist vermutlich Geschmackssache; solange alle vier auftauchen ist die Reihenfolge wohl nachrangig.
  • Bei der BDSL hätte man bei der Erläuterung der Systematik noch erwähnen können, daß man einzelne Klassen per RSS-Feed abonnieren kann und darüber benachrichtigt wird, wenn es Neuzugänge in der jeweiligen Klasse gibt. (By the way: Ich hoffe, daß diese Funktionalität auch in der BLL noch nachgerüstet wird.)
  • Gut gefällt mir im Kapitel „Tipps für die Recherche in Datenbanken“ der Hinweis „Versuchen Sie immer zu verstehen, weshalb Sie zu den angezeigten Treffern gekommen sind“. Da denken viele nämlich nicht drüber nach.
  • Sehr schön auch das Kapitel zur Suche in Klassifikationen, was ja leider auch ein viel zu unbekanntes Gebiet ist. [Und das sage ich nicht nur, weil ich mich gerade mit Aufstellungssystematiken beschäftige. :)]
    Allerdings hätte ich einen etwas aussagekräftigeren Screenshot als den kleinen Ausschnitt aus MelvilSearch verwendet.
  • Wichtig auch der Tipp, passende Treffer (Gantert nennt sie Goldkörnchen) zum Ausgangspunkt weiterer Recherchen zu machen. Allerdings könnte es sein, daß dieser im Systematik-Kapitel „versteckte“ Hinweis nicht die Aufmerksamkeit erhält, die ihm zustünde.
  • Aus dem gleichen Grund hätte ich die schön kompakten abschließenden Hinweise zu den vorgestellten Suchinstrumenten und ihren Besonderheiten in ein gesondertes Kapitel à la „Fazit“ odersowasähnliches gesetzt und nicht an das Klassifikationskapitel „drangehängt“.
  • Zwar wird beim Thema Zeitschriften das DOAJ erwähnt, aber was es mit Open Access auf sich hat, wird weder hier noch auf der im Register angegebenen Seite 65 erläutert. Das wäre aber notwendig, denn wie RSS-Feeds ist auch Open Access nicht jedem Germanisten bzw. Germanistik-Studierenden bekannt. (Und Open Access ist für die Wissenschaft noch wichtiger als RSS-Feeds.)
  • Erfreulich zu sehen, daß im Kapitel zu elektronischen Nachschlagewerken auch die Wikipedia erwähnt und fürs Zitieren der Hinweis auf das Abrufdatum gegeben wird. Ich würde ergänzend immer empfehlen, auch die Uhrzeit zu vermerken (Artikel können sich ja quasi minütlich ändern) und als Adresse den Permanenten Link (unter „Werkzeuge“ in der Navigation links) zu nutzen.
  • Bei den Wörterbüchern wird das Wiktionary erwähnt. Sehr schön!
  • Und auch Linkresolver werden an verschiedenen Stellen im Buch angesprochen. Ich bin mir nicht sicher, ob die Erläuterungen dazu für jemanden, der damit bislang noch nichts zu tun hatte, ausreichen, aber immerhin ist ein Anfang gemacht.
  • Gibt es bei der Fernleihe wirklich keine Benachrichtigung, wenn eine „Nichterfüllbarkeit des Bestellwunschs“ vorliegt? (Ist mir schon länger nicht mehr passiert, daher weiß ich das nicht.)
  • Bei „E-Books-on-Demand“ könnte man drüber reden, aber Dokumentenlieferdienste würde ich nicht als „neue Form der überregionalen Litearturversorgung“ bezeichnen.
  • Was man noch ergänzen könnte: Mailinglisten (auf die Liste H-Germanistik wird zwar am Ende des Kapitels zur ViFa GiN kurz hingewiesen, aber das wars dann auch schon), weitere Web-2.0-Aspekte wie Wikis jenseits der Wikipedia oder Twitter, PaperC.
  • Beim Thema Zitieren wird die „amerikanische Zitierweise“ (wie lange sich diese Bezeichnung wohl noch halten wird?) mit Kurzbelegen à la „Müller 1995, S. 23“ immerhin erwähnt, wenn auch eingeschränkt: „In Deutschland werden sie vor allem bei der sprachwissenschaftlichen Forschungsliteratur verwendet.“ Direkt danach folgt dann: „In Deutschland ist die Fußnote die klassische Methode, um von einem Zitat im Text auf das verwendete Originaldokument zu verweisen.“ Hm. Man ist versucht, den Literaturwissenschaftlern zuzurufen: „Traut euch! Die Kurzzitierweise tut nicht weh, und sie ist handlicher als das Fußnotengewusel! Und man kann sogar das „S.“ weglassen und „Müller 1995:23″ setzen, dann wirds noch handlicher!“ 🙂
  • Statt ein eigenes Glossar zu erstellen, wird auf das unter www.informationskompetenz.de verwiesen. Gute Idee.
  • Ein kleines Detail: Ich hätte bei den Verweisen auf andere Kapitel das „siehe unten“ und „siehe oben“ weggelassen. Zum einen finde ich es aufgrund der häufigen Verweise etwas „viel“, zum anderen können dadurch unnötige Fehler wie „s. u. S. 5“ auf Seite 33 entstehen.
  • Die Gestaltung des Bandes finde ich ansprechend. Die Marginalien sorgen für Übersichtlichkeit, hätten aber angesichts des großen Seitenrandes außen durchaus noch größer ausfallen können; einige Logos hätten dann etwas größer und damit besser erkenbar dargestellt werden können. (Vielleicht ist der große Seitenrand als „Raum für Notizen“ gedacht, aber ich glaube nicht, daß in Büchern dieser Art viel notiert wird.)
  • Alles in allem gefällt mir der Band gut und ich hoffe, daß er vielen Germanistik-Studierenden eine Hilfe sein wird.
    Und daß er regelmäßig überarbeitet und aktualisiert wird! 🙂

    Zu guter Letzt sei hier noch ein Auszug aus dem gleichnamigen letzten Kapitel des Buches wiedergegeben, das das Motto, das dem Vorwort vorangestellt ist, wieder aufgreift und an die Entdeckerfreude der Leser appelliert:

    Findet, so werdet ihr suchen„. Mit diesem Zitat, das Achim von Arnim den Brüdern Grimm 1808 ins Stammbuch schrieb, beginnt dieses Buch. Sehr pointiert drückt diese Umkehrung der bekannten Stelle des Matthäus-Evangliums (7,7) aus, was erfolgreiches Recherchieren im wissenschaftlichen Kontext sein kann. Erfolgreiches Recherchieren kann den Weg öffnen zu neuen Fraegn und Erkenntnissen, zu neuen Querverbindungen und Perspektiven. Und gute Rechercheergebnisse wecken das Interesse an neuen Recherchen, neuen Suchstrategien und unbekannten Informationsressourcen.

    [Gantert, Klaus (2012): Erfolgreich recherchieren: Germanistik. Berlin/Boston: de Gruyter. (= Erfolgreich Recherchieren.) S. [108].]

    Dem ist nichts hinzuzufügen.

relevanz ist relativ.

meine rede!

Dass die Kommunikation über Soziale Netzwerke wie Facebook häufig als Austauch für Banalitäten hingestellt wird, hält Schreiner [abteilungsleiter einer firma, die chatter für interne organisationzwecke einsetzt, v.v.] für „eine sehr arrogante Haltung von jemandem, der denkt, er wisse, was für andere Menschen relevant sein müsse. Facebook kann den Arabischen Frühling begünstigen – man kann sich damit aber auch zum Kino verabreden. Beides ist jeweils für die betreffende Person relevant.“

in: koch, christoph (2012): „facebook fürs büro„. in: brand eins 14.3:124-128. hier: 126.

hübsche notationen.

nachdem ich neulich schonmal auf die beiden DDC-klassen 621.381 35 für verstärker und 821.00809282 für sammlungen englischer kindergedichte hingewiesen habe, hier drei weitere schöne beispiele. [man weiß ja nie, wozu man sie mal gebrauchen kann. :)]

  • 624.138.001.57:624.131.21
    = Modellversuch zur Verfestigung von Sandböden (Dezimalklassifikation)
  • B3.510.460.400.410.552.552.250.25
    = Dekriptor Mycobacterium chelonie (Medical Subject Headings)
  • K.KT.AFU.ALO.DUC.DUC.ALO.BCW.ARI.ALO.AXV
    = Deskriptor woodblock printing (Art and Architecture Thesaurus)

in: bertram, jutta (2005): einführung in die inhaltliche erschließung. grundlagen – methoden – instrumente. würzburg: ergon. (= content and communication. 2.) 163.

dazu paßt dann auch sehr schön die aussage von der gleichen seite:

Alles in allem sind Notationen eine Wissenschaft für sich.

🙂

ein halber satz in einem wort komprimiert

Nehmen wir an, jemand nimmt den Absturz der Raumfähre Columbia im Februar 2003 zum Anlaß für eine Forschungsarbeit über Astronauten und die Frage, was diese Menschen dazu bringt, für ihre Berufsausübung ihr Leben aufs Spiel zu setzen. Die gemeinte Zielgruppe ist also scharf umrissen, ihre Transformation in eine Suchanfrage an einen (wie immer gearteten) Dokumentbestand gestaltet sich jedoch voraussetzungsvoll. Denn auf Seiten der Dokumente könnte sich z.B. finden:
– ein Buch mit dem Titel: „Das Leben des russischen Kosmonauten Juri Gagarin“
– eine Zeitungsmeldung mit der Schlagzeile „Die ersten Taikonauten bereiten sich auf ihren Einsatz vor“
– eine Biographie über Neil Armstrong
– ein Dokumentarfilm mit dem Titel: „Pioniere der Raumfahrt“
– eine alte Broschüre zum Thema „Berufswunsch: Weltraumfahrer“
All diese Dokumente dürften hochrelevant für das Suchanliegen unseres Nutzers sein. Für vollständige Ergebnisse müßten wir also berücksichtigen, daß die gesuchte Zielgruppe in unterschiedlichen politisch-geographischen Sphären unterschiedlich benannt wird, wir müßten an veralteten Sprachgebrauch, an Eigennamen und Umschreibungen denken.

in: bertram, jutta (2005): einführung in die inhaltliche erschließung. grundlagen – methoden – instrumente. würzburg: ergon. (= content and communication. 2.) 31f.

voraussetzungsvoll. herrlich. ich überlege schon, in welchem kontext ich das mal verwenden könnte. 🙂